Prüfen

Zur 100%igen Qualitätsicherung sowie zum Schutz der Werkzeuge und Folgeprozesse ist es notwendig, Prüfprozesse in die Fertigung zu integrieren. Dies beginnt bei einfachen Lichtleitern und Kamerasensoren und geht hin zu komplexen Kamera-Prüfzellen und Laser-Abstands-Messungen.

Bereits bei der Projektierung wird die Prüfung Qualitäts-relevanter Merkmale oder prozesstechnisch notwendige Kontrollen berücksichtigt. Dabei spielen die Auswahl des Prüfmediums sowie bei Kamerasystemen die Beleuchtung eine wesentliche Rolle. Bei kritischen Aufgaben werden bei MMS bereits in der Angebots- bzw. Projektierungsphase entsprechende Vorversuche durchgeführt.

Gerade bei Stanzteile die im Anschluss umspritzt werden ist die Kontrolle der Dichtbereiche besonders wichtig. Naturgemäß muss mit sehr genauen Dichtgeometrien gearbeitet werden, Beschädigungen des Stanzstreifens können hier schnell zu Brüchen im Spritzgießwerkzeug führen.

Bei sehr komplexen Messaufgaben, die auch protokolliert werden müssen, werden separate Prüfmodule oder Prüfzellen eingesetzt, da das Prüfteil von Störeinflüssen geschützt werden muss.

Zur elektrischen Isolationsprüfung werden Hochspannungs-prüfsysteme eingesetzt, bei denen die Bauteile mit einer Prüfspannung von 500-1000V getestet werden. Diese können entweder direkt in die Anlage integriert werden (in Verbindung mit einem Rundschalttisch zur Aufnahme der Teile) oder als „Stand-Alone“ System zur Stichproben-prüfung.

 

Kamera-Prüfportal zwischen 2 Bearbeitungsmodulen zur Kontrolle zweier Stanzstreifen vor dem Umspritzen mit integrierter Dummy-Prüfung

Prüfplatz zur Hochspannungsprüfung von Sensorbauteilen

Vom Kamerasystem erkannte Schlechtteile (deformierte Pins) vor dem Spritzgießmodul