Bisher übliche Verfahren zur Verbundteilherstellung

1. Reel-to-Reel


Beim Reel-to-Reel Verfahren werden die Prozesse aufgeteilt und das vorgestanzte bzw. umspritzte Band auf Spulen (engl. Reel) zwischengespeichert. 

Nachteile sind u.a.:

Lange Produktions-Durchlaufzeiten aufgrund der 2 - 3 getrennten Prozesse

Großes Ausschussrisiko, da eine große Anzahl an Teilen vorbearbeitet und aufgespult wird – Fehler können jedoch oft erst nach dem letzten Bearbeitungsprozess erkannt werden

Große Materialverluste aufgrund von separaten Anstanzvorgängen

Risiko der Teiledeformation durch das mehrmalige Auf- und Abspulen der Bänder

2. „In-Line“



Beim „In-Line“ Verfahren arbeiten die Stanzautomaten zum Vorstanzen und Fertigbearbeiten in Linie mit der Spritzgießmaschine. Der langsamere Spritzgussprozess wird durch Mehrfachwerkzeuge kompensiert, die unterschiedlichen Zyklen werden durch Schlaufen zwischen den Maschinen ausgeglichen. Je stärker das Band ist, desto größer muss der Abstand zwischen den Maschinen sein.

Die wesentlichen Nachteile sind:

Extrem hoher Platzbedarf aufgrund der 3 miteinander gekoppelten Maschinen

Große Materialverluste aufgrund der Schlaufen, z.B. bei Störungen oder beim Anstanzen

Risiko der Teiledeformation durch Schlaufenbetrieb

Hohe Anlagenkosten da 3 Automaten für den Fertigungsprozess benötigt werden